Besser hätte es nicht laufen können, und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht. Kaiserwetter von morgens bis abends. Eine bis ins Detail geplante Organisation zur Durchführung des Spielablaufes. Dazu gehört auch das problemlose und einfache Buchen von Startzeiten. Dass das so schnell und ohne technische Hakelei umsetzbar war, hat die Unterstützung von Hendrik Harms ermöglicht, der die Buchungsplattform (Trainerstunden) seiner Golfschule auch für die Startzeitenreservierung öffnete. Neben Spielführerin Steffi Fischer-Dous erklärten sich 13 Clubmitglieder bereit, die Marshall-Funktion zu übernehmen, um die Einhaltung der coronabedingten Sonderregelungen zu kontrollieren und auch Ansprechpartner für die Spieler auf der Runde zu sein. Und dann war der 6. Mai da: Die Freude, wieder Golfspielen zu können, war um 8 Uhr in der Früh groß bei Annemone und Karin. Vor ihnen lag das sattgrüne Fairway der ersten Spielbahn, unberührt, allein der Morgentau glitzerte silbrig in der Morgensonne. Bevor die Damen aber den Driver zum ersten Abschlag schwingen konnten, wurden sie von Club-Präsident Hermann Rülander herzlich begrüßt, der ihnen auch ein kleines Tee-Off-Präsent überreichte. Er bedankte sich bei den beiden Damen und schloss darin explizit auch den Dank an alle Clubmitglieder mit ein, für ihre Geduld, das Verständnis und die gezeigte Disziplin während der angespannten Zeit der Corona-Platz- und Spielsperre.

„Wir alle sind nun aber sehr froh, dass jetzt endlich wieder der Golfsport möglich ist. Ich wünsche Ihnen ein schönes Spiel – the course is yours!“

Und dann gab es kein Halten mehr: Ball aufgeteet und mit ordentlich Driver-Schmackes flog er aufs Fairway hinaus, schnurgerade und richtig weit, denn die Bälle rollen gut. Dafür, dass das Spiel für alle reibungs- und beanstandungslos über den Platz laufen kann, sind diverse Sonderregelungen von den Golfern einzuhalten. Es gilt, wie derzeit im normalen Alltag: „Abstand halten“ und „Hände waschen.“ Hinzu kommen auch verbindliche Startzeiten und nur 2-er-Flights.

Fazit am Ende des ersten Tages: „Ein großes Lob an alle Spielerinnen und Spieler. Sie haben sich sehr diszipliniert verhalten. Ich hätte nie gedacht, dass das alles so unaufgeregt und ruhig vonstatten geht. Wir hoffen sehr, dass die vorherrschende Spieldisziplin in den kommenden Tagen und Wochen weiterhin nicht nachlässt“, so Heike Wichmann seitens des Clubvorstandes. Dass der Ball derzeit nicht mit dem geliebten „klock“ nach gelungenem Putt im Loch verschwindet, sondern von einem Schaumstoffeinsatz gebremst wird, ist ein vernachlässigbares kleines Corona-Übel  (Wir arbeiten daran). Was jetzt wichtiger ist: die kleine weiße Kugel fliegt und rollt auf und über einen sehr gepflegten und mit frischem Grün der Natur dekorierten Platz. (GüHo)